Zeitgenössische Musik
Black Page Orchestra | Ensemble Kontrapunke | ORF RSO Wien | Komponistin im Fokus
Die „Emporbringung der Musik in allen ihren Zweigen“ ist seit mehr als zwei Jahrhunderten das Hauptziel der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Hierbei legt die Gesellschaft der Musikfreunde auch seit jeher großen Wert auf zeitgenössische Musik und neue Formate und Herangehensweisen.
Black Page Orchestra
Das Black Page Orchestra ist ein 2014 in Wien gegründetes Ensemble für radikale und kompromisslose Musik unserer Zeit. Namensgebend war Frank Zappas Komposition „the black page“, ein Stück, dessen Partitur aufgrund seiner hohen Notendichte eine beinahe schwarze Seite ergibt. Neben diesem ästhetischen Ansatz setzt das Ensemble seinen Schwerpunkt auf Werke, die insbesondere Elektronik, Video und diverse aktuelle Technologien künstlerisch miteinbeziehen, wie auch auf Kompositionen, die durch ihren performativen Charakter weit über eine herkömmliche klassische Konzertsituation hinausweisen.
Experimentierfreudige und vielseitige Programmgestaltung ist ein wesentliches Anliegen des Kollektivs. Neben den klassischen Festivals zeitgenössischer Musik wie Wien Modern oder den Klangspuren Schwaz gastiert das Ensemble regelmäßig auch bei Festivals gänzlich anderer Szenen – vom ZOOM-Festival der Jazzwerkstatt über die Wiener Festwochen oder Performancefestivals wie ImPulsTanz Wien.
16.11.2024, 19.30 Uhr – 21.30 Uhr
Museumsquartier | Halle G
Black Page Orchestra
Christina Bauer | Klangregie
Irene Delago-Jimenez | Dirigentin
Eva-Maria Schaller | Choreographie und Tanz
Mani Obeya | Tanz und Gesang
Georg Bochow | Countertenor
Tänzer:innen der MUK Wien
Gabriela Neubauer | Ausstattung
Jan Wagner | Lichtdesign
Alberto Cissello | Choreographische Assistenz
Julia Haas | Produktion
Mascha Mölkner | Produktion
PROGRAMM
Matthias Kranebitter / Eva-Maria Schaller
O! A Biography
Das Black Page Orchestra 2024/25
Ensemble Kontrapunkte
Das Ensemble Kontrapunkte, 1965 von Peter Keuschnig gegründet, setzt sich vorwiegend aus Mitgliedern der großen Wiener Orchester zusammen und hat sich in erster Linie auf Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts spezialisiert. Seit der Saison 1974/75 gestaltet das Ensemble Kontrapunkte kontinuierlich einen Abonnementzyklus der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Ergänzend unternimmt es Gastspielreisen und wirkt bei internationalen Musikfestivals mit. 2017 wurde dem Ensemble Kontrapunkte unter Peter Keuschnig der Louise-Zemlinsky-Preis des Alexander-Zemlinsky-Fonds bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien verliehen. 2021 übergab Peter Keuschnig die künstlerische Leitung an Gottfried Rabl, der die Gegenüberstellung von etablierten Hauptwerken der Ensembleliteratur und neuesten Werken ins Zentrum der künstlerischen Arbeit des Ensembles Kontrapunkte rückt.
02.12.2024, 19.30 Uhr – 21.40 Uhr
Gläserner Saal / Magna Auditorium
Ensemble Kontrapunkte
Gottfried Rabl | Dirigent und Moderation
PROGRAMM
Werke von Tanaka, Glojnarić, Abrahamsen und Dennehy
Das Ensemble Kontrapunkte 2024/25
ORF RSO Wien
Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ist ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester, das sich der Wiener Tradition des Orchesterspiels verbunden fühlt und für seine außergewöhnliche und mutige Programmgestaltung bekannt ist: Häufig werden das klassisch-romantische Repertoire und Werke der klassischen Moderne mit zeitgenössischen Stücken und selten aufgeführten Werken anderer Epochen verknüpft. Seit September 2019 ist Marin Alsop Chefdirigentin.
In Wien spielt das RSO Wien zwei Abonnementzyklen, einen im Musikverein und einen im Konzerthaus. Darüber hinaus tritt das Orchester bei großen Festivals im In- und Ausland auf: Enge Bindungen bestehen zu den Salzburger Festspielen, zum Musikprotokoll im Steirischen Herbst und zu Wien Modern. Tourneen führen das RSO Wien regelmäßig nach Japan und China, nach Thailand, Taiwan, in die USA und nach Südamerika, nach Spanien und nach Deutschland, wo es u. a. in den Philharmonien von Berlin, Köln und Hamburg gastiert.
12.12.2024, 19.30 Uhr – 21.30 Uhr
Großer Saal
ORF RSO Wien
Marin Alsop | Dirigentin
Gabriela Montero | Klavier
PROGRAMM
Werke von Ortiz, Montero, Montgomery und Barber
Das ORF RSO Wien 2024/25
Komponistin im Fokus: Clara Iannotta
Ein „Schallbild“ – das ist für Komponistin Clara Iannotta oft der Ausgangspunkt einer Arbeit. Wenn die Werke der „Komponistin im Fokus“ im Oktober in Kooperation mit Wien Modern im Musikverein aufgeführt werden, kann man sich einen Eindruck davon verschaffen, was sie damit meint: „Ich gehe beim Komponieren nicht von den Instrumenten aus, sondern von etwas, das ich mir innerlich vorstelle. Und dann strebe ich an, mit dem, was die Instrumente hergeben, so nah wie möglich an dieses Idealbild heranzukommen“, so Iannotta im Interview. Wenn sie es für nötig hält, baut sie die Instrumente dafür auch schon mal um. „Das hat seine Wurzeln in meiner Kindheit, als mein Vater kein Spielzeug für mich kaufte, sondern mir zeigte, wie ich eines basteln könne. So ähnlich gehe ich in meiner Musik vor.“